In Online-Spielen erfahren junge Menschen Gemeinschaft, Identität und Unterhaltung. Gleichzeitig nutzen extreme Akteur:innen diese Räume, um subtil Ideologien einzuschleusen, Vertrauen aufzubauen und Menschen zu beeinflussen.
Bildungseinrichtungen und Fachkräfte stehen vor der Herausforderung, diese Mechanismen zu erkennen und wirksame Gegenstrategien anzubieten. Wie können pädagogische Fachkräfte befähigt werden, Gaming-Communities und Rechtsextremismus zu reflektieren und präventiv zu intervenieren?
Niedrigschwelliges E-Learning-Angebot
Seit mehr als 20 Jahren entwickelt Violence Prevention Network innovative Ansätze zur Prävention von Extremismus und Radikalisierung. Im Mittelpunkt steht die Arbeit mit gefährdeten Jugendlichen sowie mit Menschen, die bereits in extremistische Strukturen eingebunden sind. Die Organisation unterstützt Aussteiger:innen, berät Fachkräfte und entwickelt Bildungsangebote, um demokratische Werte zu stärken und Gewalt vorzubeugen. Neben Projekten in Schulen, Gefängnissen und Jugendeinrichtungen setzt das Netzwerk zunehmend auch auf digitale Formate, um Radikalisierung frühzeitig zu erkennen und wirksam gegenzusteuern.
Um Extremismus und Radikalisierung im Bereich Digitale Spiele zu begegnen, plante Violence Prevention Network ein niedrigschwelliges E-Learning-Angebot mit dem Schwerpunkt „Gaming und Rechtsextremismus“ – speziell für Multiplikator:innen und pädagogische Fachkräfte.
Konzept bis Kampagne
Bereits zur Ausschreibung lagen Texte und Inhalte für das erste Modul vor. flmh übernahm die Aufgabe, diese Inhalte in ein durchdachtes Konzept zu überführen und visuell sowie medial aufzubereiten.
Wir entwickelten ein neues Corporate Design für das E-Learning, testeten Designentwürfe früh mit einer Fokusgruppe und optimierten daraufhin Inhalte und Formate. Mit Articulate Storyline wurden interaktive Elemente gestaltet – von Click-and-Reveal über Multiple-Choice-Quizze bis zur Einbettung von Videos. Interviews mit Expert:innen zu Gaming und Rechtsextremismus wurden sowohl remote als auch im Studio produziert und fügten sich motivisch in das Kursdesign ein. Parallel gestalteten wir eine Landingpage für Zusatzinhalte und eine begleitende Social-Media-Kampagne, die auf das Thema sowie das E-Learning-Angebot aufmerksam macht.
Die Präventionsarbeit stärken
Alle drei Module wurden auf einer neuen Moodle-basierten Lernplattform veröffentlicht, die von flmh mit der Kampagne vernetzt wurde. Die Social-Media-Motive greifen Codes aus dem Online-Kontext auf und schaffen Aufmerksamkeit in passenden Zielgruppen.
Das Projekt stärkt die Präventionsarbeit, schafft Sensibilität für digitale Radikalisierungsmechanismen und liefert Fachkräften Werkzeuge, um Jugendliche besser erreichen zu können.