Zehn Menschen hat der sogenannte „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) zwischen 2000 und 2010 ermordet sowie zahlreiche Sprengstoffanschläge und Raubüberfälle begangen. Das Tatmotiv: Rassismus. In Solidarität mit den Angehörigen und Betroffenen planten drei zivilgesellschaftliche Organisationen – „Initiative Offene Gesellschaft“ e.V., RAA Sachsen e.V. und ASA-FF e.V. – in Chemnitz ein Dokumentationszentrum. Unter dem Titel „Offener Prozess“ wird dort seit Mai 2025 einerseits die Erinnerung an die Ermordeten wachgehalten und andererseits die Geschichte des NSU-Komplexes kritisch beleuchtet – auf Grundlage eines betroffenenzentrierten Gedenkens: Die Perspektiven, Namen und Lebensgeschichten der Ermordeten sowie die Stimmen der Überlebenden und Angehörigen stehen im Mittelpunkt und prägen Ausstellung, Sprache und Programm.
Rebranding der bestehenden Marke
Die Marke „Offener Prozess“ war bereits im Vorfeld des NSU-Dokumentationszentrums genutzt worden. Teil der Aufgabe von flmh war es daher, diese Marke umzudeuten und eng an das NSU-Dokumentationszentrum heranzuführen. Dafür wurde das bestehende Logo behutsam überarbeitet und das gesamte Corporate Design mit einem neuen Farbleitsystem versehen, das die Farbcodes und Texturen der Ausstellungen im Zentrum aufnimmt.
Tone-of-Voice-Konzept für die weitere Kommunikation
flmh war auch mit der Konzeption, der Gestaltung und Umsetzung der Website für das Dokumentationszentrum beauftragt. Diese soll bundesweit die Bekanntheit und Akzeptanz des Dokumentationszentrums erhöhen. Für die weitere Kommunikation – die überwiegend, aber nicht nur über die Website erfolgen soll – hat flmh ein Tone-of-Voice-Konzept und Content-Guidelines für die Mitarbeitenden des Zentrums erstellt.