Barrierearmut

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Bildungsmaterialien und Illustration für die Feminist History Walks


Rosa Luxemburg Stiftung
2022
  • Design
  • Text & Redaktion

Politische Kämpfe, die bis heute wirken

Geschlechtergerechtigkeit, sexuelle Selbstbestimmung und die Anerkennung queerer Perspektiven sind Ergebnisse jahrzehntelanger Kämpfe, die in aktuellen Debatten um Reproduktionsrechte, Antidiskriminierung, Entkolonialisierung und queere Selbstbestimmung nachwirken. Hier setzt der „Feminist History Walk“ der Rosa-Luxemburg-Stiftung an.

Widerstand, Rechte, Wandel – spielerisch erfahrbar

Der „Feminist History Walk“ ist ein Set aus 64 Karten, mit dem feministische Geschichte und Gegenwart spielerisch erkundet werden können. Beim gemeinsamen Erraten und Anordnen entsteht ein Zeitstrahl, der zeigt, auf wessen Schultern wir heute stehen – von Wahlrechtskämpfen über Entkolonialisierung bis hin zu liberalen Abtreibungsgesetzen und modernem Sexualstrafrecht. Im Fokus stehen Frauen und Queers, die ihre Zeit radikal geprägt haben, weil sie Herrschaftsverhältnisse grundlegend infrage stellten. Der Walk setzt keine vertieften Vorkenntnisse voraus und richtet sich an Menschen in der Bildungsarbeit, an politisch Engagierte und an alle, die sich für feministische Theorie und Praxis interessieren.

Design für Dialog und Debatte

Als Auftragspartnerin beriet flmh die Rosa-Luxemburg-Stiftung bei der Gestaltung und Umsetzung sowie am Ende des redaktionellen Prozesses. Vor allem gestaltete flmh die Karten, Faltblätter, Plakate sowie die Verpackung und definierte ein Design, das Lernmaterial, Spielcharakter und politische Haltung verbindet. Auch die Bildrecherche und -redaktion lag bei flmh.
Das collagenhafte Cover-Design wurde gewählt, um Personen aus unterschiedlichen Zeiten und Kontexten zusammenzubringen. Das Design des Sets verbindet ein modernes Layout mit subtilen Retro-Referenzen: etwa durch klare Typografie kombiniert mit Gestaltungselementen wie Farbflächen, grafischen Rahmungen und Kartenformaten, die an klassische Lern- oder Spielkarten erinnern. Gleichzeitig ist das Design nicht nostalgisch verharrend, sondern zeigt, dass Geschichte ins Hier und Jetzt gebracht wird – und feministische Kämpfe längst nicht abgeschlossen sind. Die Formensprache wirkt frisch, klar und zugänglich. Das Ergebnis ist ein ästhetisch eigenständiges, klar strukturiertes Set, das Lust auf Austausch, Debatte und kollektives Lernen macht. Zudem begleitete flmh die Produktionsphase und stellte eine hochwertige, langlebige Umsetzung sicher.