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Interaktive Videoclips: Damit Silent Voices laut werden


Arbeit und Leben Niedersachsen
2023
  • Kampagne
  • Video

Für eine solidarische Gesellschaft

Bildungsarbeit liegt der 1948 gegründeten Organisation Arbeit und Leben Niedersachsen besonders am Herzen. Das Ziel ist „die gesellschaftliche und individuelle Emanzipation der Lernenden“, um eine demokratische und solidarische Gesellschaft mitzugestalten. Es gibt aber gesellschaftliche Gruppen, die nach wie vor ungesehen und ungehört bleiben und im schlimmsten Fall angefeindet werden. Das Projekt „Silent Voices“, gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung, wollte dieser Ausgrenzung mithilfe interaktiver Videoclips etwas entgegensetzen. flmh wurde dafür mit der Weiterentwicklung der Storylines und Umsetzung von sieben Videos zu verschiedenen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit beauftragt.

Betroffenenperspektiven kennenlernen

Die Videos sollten sich auf die Perspektive der Betroffenen fokussieren, Konfliktsituationen in sozialen Medien darstellen und mithilfe interaktiver Tools einen Dialog mit den Zuschauenden ermöglichen. Um diesem sensiblen Thema genügend Raum zu geben, verfolgte flmh bei den Interviews den People-First-Ansatz: Im Vordergrund stand somit die selbstbestimmte Darstellung der Interviewten – diese sollten weder auf einen Aspekt ihrer Identität noch auf ihre Diskriminierungserfahrungen reduziert werden.

Ein schneller Erfolg

Das Team von Arbeit und Leben wählte die Protagonist:innen aus und erstellte einen Vorschlag für die Storylines. flmh entwickelte diese Storylines zu Storyboards, Drehplänen sowie Schnittlisten für die interaktiven Videos weiter. Auch die interaktiven Elemente mussten geplant, gestaltet und umgesetzt werden. Besonders wichtig war, Zuschauenden die Möglichkeit zu geben, komplizierte Sachverhalte oder Fachbegriffe noch einmal per Klick nachzuschlagen und sich entsprechende Texte oder Erklärinhalte anzusehen. Außerdem integrierte flmh diverse Handlungsoptionen, um unterschiedliche Ausgänge einer Situation aufzuzeigen. In nur drei Monaten realisierten flmh die Interviews mit den sieben Protagonist:innen in Oldenburg und Berlin und setzte die interaktiven Filme um.